Frauen
im Massailand
Die
Frauen der Massai leisten heute die Hauptarbeit der Gesellschaft
– dabei verfügen sie nur über wenig Rechte.
In
der patriarchisch geprägten Gesellschaft der Massai
haben Frauen keine Autorität. Sie sind zunächst
an den Vater, dann an ihren Mann gebunden. Eng verbunden
mit der Hochzeit ist auch die Beschneidung der Mädchen.
In vielen Massai-Ehen kommt es zudem auch zu gewalttätigen
Übergriffen.
Die Frauen werden generell als „Kinder“ betrachtet,
über welchen männliche Autorität auszuüben
ist. Auch im Fall der Scheidung kommt die Zurückstellung
der Frau zum Ausdruck: zwar ist es ihr erlaubt z. B. aufgrund
von Brutalität oder Vernachlässigung um die Auflösung
ihrer Ehe zu bitten. Die Kinder bleiben aber in jedem Fall
beim Vater, gegen dessen Willen sich die Frau nicht scheiden
lassen darf.
Heute
verändert sich die Massaigesellschaft. Die Männer
verlieren ihre Identität als Beschützer des Krals
sind die Frauen letztlich oft die Leittragenden: Die Arbeitsbelastung
hat durch die Aufnahme von Ackerbau und den vermehrten Konsum
von Mais und Gemüse enorm zugenommen. Die Suche nach
Feuerholz, das Melken der Kühe, die Herstellung von
Perlenschmuck für den Verkauf an Touristen, Handelsaktivitäten,
um Mais und Gemüse einzukaufen und Arbeiten auf dem
Feld werden allein durch die Frauen geleistet. Traditionell
sind sie auch für den Bau ihrer Hütte aus Lehm
und Kuhdung zuständig.
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