Das
Leben der Frauen im Massailand
Das
Dasein der Frauen ist bestimmt von der Fürsorge für
die Familie - und der Unterordnung im Patriarchat.
Wenn
eine Frau das 12.-16. Lebensjahr erreicht hat, wird sie
verheiratet. Den Zeitpunkt der Heirat und den Mann bestimmt
allein der Vater. Zur Verheiratung gehört gleichzeitig
die Beschneidung des Mädchens kurze Zeit vor der Heirat.
Meist wird ein Mädchen in einen fremden Clan verheiratet
bzw. verkauft. Der Vater erhält für seine Tochter
nämlich einen nicht unerheblichen Brautpreis, der üblicher
Weise in Rindern gezahlt wird.
Im
Boma sind die Frauen für das Leben verantwortlich.
Ihnen kommt dabei eine Vielzahl von Aufgaben zu. Dazu zählt
der Bau der Hütten, in denen sie zusammen mit ihren
Kindern leben. Die Frauen sind es auch, die ein Boma mit
Wasser versorgen. Mit Eseln machen sie sich zu den meist
weit entfernten Wasserstellen auf und transportieren die
schwere Last in das Dorf zurück.
Neben
dem Kochen sind die Frauen noch für die Beschaffung
von Brennholz für das Kochfeuer, sowie für das
abendliche und morgendliche Melken der Tiere zuständig. |